Die drei Grundprinzipien der Homöopathie
unterscheiden diese alte Heilmethode grundsätzlich von der Medizin:

  • 1. Arzneimittel werden am Gesunden geprüft +

    hier

    In der wissenschaftlichen Medizin testet man in umfassenden Studien die Wirksamkeit von Medikamenten bei ganz bestimmten Krankheiten. Anders in der Homöopathie: Freiwillige nehmen einige Tage lang ein Homöo­pathikum ein und notieren alles, was sie in dieser Zeit an sich selbst wahrnehmen. Daraus ergibt sich das typische Arzneimittelbild des Präparats. Dieses Bild wird ergänzt durch Erfahrungen aus der Praxis. Diese Sammlungen - zum Teil vor über 100 Jahren erstellt und seitdem übernommen - werden meist mit Hochpotenzen gemacht, die kein einziges Molekül des Ausgangsstoffs enthalten. Wir sehen das kritisch: Da Menschen immer irgend etwas spüren, ist es nicht möglich, mit dieser Methode ein wiederholbares typisches Arzneimittelbild zu ermitteln. Die Basis der Homöopathie schwankt. Lesen Sie mehr dazu hier.

     

  • 2. Ähnliches heilt Ähnliches ("Simile-Prinzip") +

    Der homöopathische Arzt erfragt umfassend und individuell die Zustände und Symptome seines Patienten und erstellt dessen Patientenbild. Dann wählt er jenes Mittel aus, dessen Arzneimittelbild am besten zu den Beschwerden passt und das der Konstitution des Patienten entspricht. Was bei Gesunden bestimmte Symptome auslöst, wird Patienten verabreicht, die ähnliche Beschwerden schildern. Ein Beispiel: Weil Bienenstiche eine schmerzhafte Schwellung auslösen, soll "potenzierte Biene" schmerzhafte Schwellungen heilen. Wir sehen das kritisch: Das Simile-Prinzip widerspricht jeglicher Erfahrung, die wir im Leben sonst machen und gilt heute als Irrtum.

     

  • 3. "Potenzieren" +

     

    Stark verdünnte Mittel werden Hochpotenzen genannt. Verdünnen und Verschütteln ("Potenzieren") soll die Heilkraft jedes Stoffes verstärken. Heute wissen wir, dass sich kein Unterschied zwischen Verdünnen und Potenzieren feststellen lässt. Der einzige Unterschied, dass die Lösung geschüttelt wird, führt nicht dazu, dass sich in der Lösung etwas Entscheidendes verändert, geschweige denn, dass darin eine haltbare Energie/Information entsteht. In klinischen Studien haben sich Hochpotenzen zudem als nicht wirksam erwiesen. Das Wirkprinzip der Potenzierung widerspricht in eklatanter Weise den Grundlagen der Wissenschaft. Homöopathie widerspricht den Naturgesetzen. Seit dem Mittelalter ist der Satz "Nur die Dosis macht das Gift" (Paracelsus) bekannt. Man denke da etwa an die Wirkung von Alkohol. Auch die spezielle Herstellung homöopathischer Arzneimittel ändert daran nichts: Dass nach der homöopathischen Lehre durch Verreiben der Ursubstanz und Schütteln beim Potenzieren "geistartige Kräfte" frei werden, die dann für die Wirkung verantwortlich sein sollen, widerspricht sicheren Erkenntnissen. Lesen Sie mehr dazu hier

     

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