autoren 440x400px 1 aust1

Homöopathie soll funktionieren? Auch ohne Wirkstoffe soll das gehen? Das sei schließlich wissenschaftlich nachgewiesen, sagte die Bekannte. Auch wenn das bei mir nicht so war, bei ihr habe es schließlich gewirkt, sagte sie. Das machte mich neugierig, wie dieser Nachweis denn geführt worden sein soll. Wie kann etwas nachgewiesen worden sein, was physikalisch nicht möglich ist? Was stimmt nicht - die Physik oder der Nachweis? Woher weiß man überhaupt, was gewirkt hat?
Das war der Ausgangspunkt einer langen Beschäftigung mit der Homöopathie als Ingenieur, ihren Grundlagen und den vermeintlichen Wirkungsnachweisen. Die Ergebnisse meiner Recherchen waren ein Buch und ein Blog, in denen ich versuche, allgemeinverständlich aufzuzeigen, wie wenig belastbar die Nachweise sind. Sie beruhen auf Fehlern in der Studiendurchführung, in der Auswertung der Messdaten oder schlicht auf mangelnder Logik oder einer unklaren Darstellung.
Man kommt nicht umhin, sich dabei auch mit der Lehre und deren Umfeld zu beschäftigen. Man merkt, mit welchen hohen Ansprüchen die Homöopathie vertreten wird, mit welchen Methoden dabei aber vermieden wird, dies beweisen zu müssen. Krankenkassen und Universitäten, Ärztekammern und Politik fördern die Verbreitung, anstatt, wie es ihre Aufgabe wäre, sich auf die wissenschaftlich fundierte Medizin zu konzentrieren und die Fehlentwicklungen dort entschlossen aufzugreifen.
Weil ich das nicht für eine positive Entwicklung halte, trete ich dafür ein, über die Homöopathie zu informieren. Sie soll als das gesehen werden, was sie ist: Eine längst überholte Heilslehre, deren Grundlagen im Lichte moderner Wissenschaften keinen Bestand haben und die allenfalls als historische Begebenheit in der Medizingeschichte an Universitäten auftauchen sollte. Ich blogge auch unter Beweisaufnahme Homöopathie.

Schreiben Sie mir unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!