botnetz 2825605 FBWir nutzen bekanntlich neben unseren Webseiten die SocialMedia-Kanäle Facebook und Twitter, um unsere Informationen anzubieten und auch, um Diskussionen über diese anzustoßen. Wir freuen uns sehr über die Resonanz und das Interesse, das uns dort entgegengebracht wird. Selbstverständlich kommen wir nicht auf die Idee, uns gegen Kritik oder Debatten abzuschotten oder gar Informationen „exklusiv“ zur Verfügung zu stellen. Wir glauben, das haben wir vielfach unter Beweis gestellt. Dies sei vorangestellt.

Freunde des INH haben uns aktuell auf einen Vorgang aufmerksam gemacht, der bei uns kräftiges Kopfschütteln hervorgerufen hat.

Das Tag #Homöopathie auf Twitter wird seit Monaten mit vielen Pro-Homöopathie-Tweets geflutet, die auch erstaunlich viele “Gefällt-mir”-Angaben und ebenso zahlreiche „Retweets“ erhalten. Auch Tweets des Zentralvereins homöopathischer Ärzte oder der Carstens-Stiftung werden mit 50 oder mehr Likes bei diesem Tag unter “Top” gelistet.

Seltsamerweise sind diese vielen Likes für unsere Accounts – unsichtbar. Warum? Weil bekannte Homöopathie-Kritiker bei diesen Accounts offensichtlich gleich listenweise blockiert wurden. Es gibt aber auch Freunde des INH, denen dieses Schicksal erspart blieb – und die haben dies erkannt und -belegbar- recherchiert, dass hier ein regelrechtes Twitter-Botnetz an der Arbeit ist. Fast alle Retweets wurden vom selben Pool (ca. 60-70 feste Accounts mit offenbaren Fake-Usern) ausgelöst.

Die Likes werden -möglicherweise automatisch- über die Tage verteilt und die Accounts twittern auch täglich selbst (automatisiert?) unter dem Tag #Homöopathie und “liken” sich gegenseitig. Die vermutlichen Fake-User twittern meist Artikel-Links zu Pro-Homöopathie-Seiten der Homöopathie-Lobby. Frei von dem Risiko, dass kritische Antworten oder Retweets auftreten können: Sobald jemand kritisch auf die Tweets des Netzwerks reagiert, wird er sofort vom Netzwerk geblockt.

Es gibt auch ausreichend Hinweise darauf, dass diese Fake-Accounts von einer zentralen Stelle aus „gespeist“ werden, von neutralen Profilbildchen bis hin zu Inhalten.

Wir finden:
Soll man darüber nun lachen oder weinen? Wir jedenfalls kämen nicht auf die Idee, mit solchen Mitteln einen offenen Diskurs bei unseren Social-Media-Accounts zu verhindern. Genau der offene Diskurs ist nämlich unser Anliegen. Liebe Homöopathie-Lobby, eurer nicht?

Oder sollte irgendjemand wirklich glauben, die eigene Sicht dadurch schützen zu müssen, dass man der ohnehin vorhandenen Filterblase nun auch noch eine elektronische hinzufügt? Wir finden das einfach … naja.

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