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Genau heute vor zwei Jahren gingen die Webseiten des INH und der Homöopedia von Frankfurt aus ans Netz; die GWUP berichtete. Und wir dürfen sagen: Die Projekte leben! So haben z.B. auf der INH-Webseite allein die fünf meistgelesenen Beiträge zusammen über 130.000 Zugriffe zu verzeichnen. Bei der Homöopedia ist vor kurzem der 50. Fachartikel erschienen und damit eine einzigartige wissenschaftlich fundierte Plattform für Themen zur und rund um die Homöopathie entstanden. 

Webseiten existieren lebendig nur durch ihre Leserschaft. Deshalb geht der Dank nach zwei Jahren "online" an Sie, liebe INH-Freundinnen und -freunde. Danke für das vielfache Interesse, für die Treue von Anfang an wie auch für das zahlreiche Dazustoßen. Wir werden Sie - grundlegend auf der Webseite und zum "Tagesgeschäft" auf Facebook - weiterhin über Neues und Wichtiges, Bemerkenswertes und auch oft genug Skurriles informieren. 

Wir stehen selbstverständlich unverändert zu unseren Zielen, wie sie in der "Freiburger Erklärung" niedergelegt sind und freuen uns über jedwede Unterstützung. Wirken Sie als Multiplikatoren, weisen Sie auch andere auf die Webauftritte von INH und Homöopedia hin! Und bleiben Sie uns treu, wir sind auf Ihr Interesse und Ihre Unterstützung angewiesen.

Für das Team des Informationsnetzwerks Homöopathie

Dr. Natalie Grams
Dr.-Ing. Norbert Aust


Sie möchten das INH unterstützen? Der einfachste Weg ist eine Spende. Da wir ein Gremium der GWUP sind, ist diese auch Spendenempfängerin und kann Spendenquittungen ausstellen. Bitte einfach auf der Überweisung im Betreff "INH" oder "Informationsnetzwerk Homöopathie" vermerken:
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Homoeopathie StatistikEin vielfach bemühtes Argument pro Homöopathie (das allerdings mit der Wirksamkeit nichts zu tun hat) ist, dass homöopathische Behandlungen zu weniger Verschreibungen konventioneller pharmazeutischer Arzneimittel führen. Dies hört man allerorten und immer wieder. Spontan braucht man nur an die Vorstellung der EPI 3-Studie in Frankreich durch die Fa. Boiron zu denken, an die jüngsten Äußerungen der französischen Gesundheitsministerin Mme. Buzyn, die den entscheidenden Vorteil der Homöopathie gerade in der Vermeidung „toxischer Medikamente“ sah und ganz aktuell an die gerade stattgefundenen „Berliner Wirtschaftsgespräche“ vom 19.04.2018, wo die entsprechenden Ergebnisse von Mitgliederbefragungen innerhalb des Zentralvereins homöopathischer Ärzte mit Nachdruck ins Feld geführt wurden.

Nun kann man mit Recht diesem Gesichtspunkt zunächst einmal damit begegnen, dass es ja immerhin systemisch zu erwarten sei, dass ein homöopathiegeneigter Arzt auch weniger „konventionelle“ Arzneimittel verschreibe, ähnlich wie in dem einleuchtenden Beispiel, dass ein Bäcker sicher weniger Fleisch verkaufe als ein Metzger und umgekehrt. Alles andere wäre im Falle einer korrekten Untersuchung immerhin recht verwunderlich. Soweit – wie vielfach der Fall - Homöopathie bei selbstlimitierenden geringeren Gesundheitsstörungen eingesetzt wird, könnte man allerdings auch annehmen, dass sowohl Homöopathika als auch pharmazeutische Mittel in beiden Fällen besser durch ein verantwortliches Abwarten ersetzt worden wären. Was eine bessere Verschreibungspraxis nicht-homöopathischer Ärzte erfordern, aber nicht die Homöopathie rechtfertigen würde. Aber das ist ein anderes Kapitel.

botnetz 2825605 FBWir nutzen bekanntlich neben unseren Webseiten die SocialMedia-Kanäle Facebook und Twitter, um unsere Informationen anzubieten und auch, um Diskussionen über diese anzustoßen. Wir freuen uns sehr über die Resonanz und das Interesse, das uns dort entgegengebracht wird. Selbstverständlich kommen wir nicht auf die Idee, uns gegen Kritik oder Debatten abzuschotten oder gar Informationen „exklusiv“ zur Verfügung zu stellen. Wir glauben, das haben wir vielfach unter Beweis gestellt. Dies sei vorangestellt.

Freunde des INH haben uns aktuell auf einen Vorgang aufmerksam gemacht, der bei uns kräftiges Kopfschütteln hervorgerufen hat.

Das Tag #Homöopathie auf Twitter wird seit Monaten mit vielen Pro-Homöopathie-Tweets geflutet, die auch erstaunlich viele “Gefällt-mir”-Angaben und ebenso zahlreiche „Retweets“ erhalten. Auch Tweets des Zentralvereins homöopathischer Ärzte oder der Carstens-Stiftung werden mit 50 oder mehr Likes bei diesem Tag unter “Top” gelistet.

Seltsamerweise sind diese vielen Likes für unsere Accounts – unsichtbar. Warum? Weil bekannte Homöopathie-Kritiker bei diesen Accounts offensichtlich gleich listenweise blockiert wurden. Es gibt aber auch Freunde des INH, denen dieses Schicksal erspart blieb – und die haben dies erkannt und -belegbar- recherchiert, dass hier ein regelrechtes Twitter-Botnetz an der Arbeit ist. Fast alle Retweets wurden vom selben Pool (ca. 60-70 feste Accounts mit offenbaren Fake-Usern) ausgelöst.

Die Likes werden -möglicherweise automatisch- über die Tage verteilt und die Accounts twittern auch täglich selbst (automatisiert?) unter dem Tag #Homöopathie und “liken” sich gegenseitig. Die vermutlichen Fake-User twittern meist Artikel-Links zu Pro-Homöopathie-Seiten der Homöopathie-Lobby. Frei von dem Risiko, dass kritische Antworten oder Retweets auftreten können: Sobald jemand kritisch auf die Tweets des Netzwerks reagiert, wird er sofort vom Netzwerk geblockt.

Es gibt auch ausreichend Hinweise darauf, dass diese Fake-Accounts von einer zentralen Stelle aus „gespeist“ werden, von neutralen Profilbildchen bis hin zu Inhalten.

Wir finden:
Soll man darüber nun lachen oder weinen? Wir jedenfalls kämen nicht auf die Idee, mit solchen Mitteln einen offenen Diskurs bei unseren Social-Media-Accounts zu verhindern. Genau der offene Diskurs ist nämlich unser Anliegen. Liebe Homöopathie-Lobby, eurer nicht?

Oder sollte irgendjemand wirklich glauben, die eigene Sicht dadurch schützen zu müssen, dass man der ohnehin vorhandenen Filterblase nun auch noch eine elektronische hinzufügt? Wir finden das einfach … naja.

Memorandum Homöopathie FB StandardDer "Münsteraner Kreis", eine interdisziplinäre Vereinigung von Fachleuten mit dem Ziel, die Rolle der "komplementär-alternativen Medizin" im Gesundheitswesen kritisch zu hinterfragen, hat am 9. März 2018 sein zweites Grundsatzpapier, das "Münsteraner Memorandum Homöopathie" veröffentlicht. 

Es folgt dem "Münsteraner Memorandum Heilpraktiker" aus dem letzten Jahr. 

Es richtet sich gezielt an den im Mai 2018 stattfindenden 121. Deutschen Ärztetag mit dem Appell, die "ärztliche Zusatzbezeichnung Homöopathie" ersatzlos zu streichen. Der offensichtliche Dissens zwischen dem Bekenntnis der Ärzteschaft zur Wissenschaftlichkeit und der "Integration" einer unwissenschaftlichen, unplausiblen und allen Versuchen,  einen Wirksamkeitsnachweis zu erbringen, widerstehenden Methode ist die Zielrichtung des Memorandums. Besonders hervorgehoben wird der Umstand, dass durch die unwissenschaftliche Homöopathie als Methode innerhalb von Arztpraxen das Vertrauen der Patienten auf die wissenschaftliche Medizin letztlich untergraben wird.

Dem Irrtum, dass -anzuerkennenden- Defiziten in der Medizin mit der "Integration" von Homöopathie abgeholfen werden könne, tritt das Memorandum entschieden entgegen. Die Unvereinbarkeit der homöopathischen Grundlagen mit dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis wird ebenso thematisiert wie die Studienlage zur Wirksamkeit, die - wie auf diesen Seiten wiederholt auch im Detail dargelegt - für keine einzige Indikation jemals einen belastbaren Nachweis einer spezifischen Wirkung der Methode hat erbringen können (was von den Homöopathen anhaltend verzerrt und umgedeutet wird).

Wir brauchen kaum besonders zu betonen, dass das Informationsnetzwerk Homöopathie ohne jede Einschränkung mit dem fundierten und begründeten "Münsteraner Memorandum Homöopathie" übereinstimmt. Wir hoffen, dass auf diesem Wege endlich die längst überfällige Bewegung in die - wissenschaftlich längst erledigte - Debatte kommt. 

 

 

YoutubeEin Bild ersetzt bekanntlich manchmal 1000 Worte - ein Film machmal 1000 Bilder. Dies bewahrheitet sich mit dem großartigen animierten Aufklärungsfilm zur Homöopathie, der auf dem YouTube-Kanal "Dinge erklärt - Kurzgesagt" erschienen ist. 

Es gibt auch eine englischsprachige Version davon, auf dem Stammportal "Kurzerklärt - In a nutshell", das sehr populär im englischsprachigen Raum ist und mehr als 5 Millionen Follower hat.

Es bedarf eigentlich keiner Erwähnung, dass wir uns über diese Veröffentlichung sehr freuen! Durch die breite Themenaufstellung von "Kurzerklärt" werden viele Menschen erreicht, die sonst keine oder nur flüchtige (und damit meist problematische) Berührungspunkte mit dem Thema Homöopathie haben. Das ist natürlich ein sehr großer Vorteil gegenüber einem themenspezialisierten Portal.

Didaktisch und fachlich wirklich gelungen. Es sei an dieser Stelle auch nicht verschwiegen, dass aus den Reihen des Informationsnetzwerks Homöopathie hier auch ein wenig Mitarbeit eingeflossen ist. 

Bitte anschauen und weiterverbreiten!

 

 

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