Das noch im gestrigen WELT-Interview (heute, 8.12.2017, auch in der Printausgabe) von Dr. Christian Lübbers erwähnte geplante Gespräch von Vertretern des INH mit einer großen deutschen Krankenkasse wurde jedoch von dieser -nach langem Vorlauf- ohne nachvollziehbare Begründung abgesagt. Das INH veröffentlicht dazu die folgende Presseerklärung (hier als PDF zum Download): 

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Pressemitteilung


Krankenkasse will nicht mehr mit Kritikern über Homöopathie diskutieren

Völlig überraschend und kurzfristig hat eine der größten deutschen Krankenkassen ein bereits vor Wochen mit dem Informationsnetzwerk Homöopathie (INH) vereinbartes Treffen über die Zukunft der Homöopathie-Erstattung durch die Krankenkassen abgesagt.

Dr. Christian Lübbers, der den Dialog initiierte, sagt dazu: „Geplant war ein dreistündiges Gespräch mit der hohen Verwaltungsebene. Ein konstruktiver Meinungsaustausch sollte Pro und Contra der freiwilligen Homöopathie-Erstattung durch die Krankenkassen aufzeigen. Ein gemeinsames Abschlussstatement sollte den ethischen und moralischen Konsens fixieren und die Basis für weitere Schritte festhalten.“

Das INH bedauert, dass mit der Absage ein erster Schritt hin zu einer offenen Diskussion über Patientenerwartungen und Patientennutzen vertan ist. Die Resonanz der in den sozialen Medien u.a. auf Twitter unter dem Hashtag #KrankenkasseOhneHomöopathie angestoßenen Umfragen zeigt deutlich, dass der Wunsch nach Kostenübernahme für Homöopathie durchaus nicht so umfassend verbreitet ist, wie dies von Interessenvertretern der Homöopathie artikuliert wird. Im Gegenteil zeigte sich sogar, dass viele Patienten gern zu einer Krankenkasse ohne Homöopathie-Erstattung wechseln würden. Ein Überdenken der gegenwärtigen Situation erscheint daher gerechtfertigt insbesondere im Hinblick darauf, dass Homöopathie-Patienten entgegen den Erwartungen höhere Kosten verursachen.

Heute (7. Dezember 2017) erscheint in der WELT ein Interview mit Dr. Christian Lübbers unter der Überschrift „Wenn Ärzte Globuli geben, entsteht Pseudosicherheit“ (in der Printausgabe morgen, 8. Dezember). Leider online hinter einer Paywall (die per Tagesticket "überwunden" werden kann). Dr. Lübbers verdeutlicht darin, was denn so kritikwürdig an der Erstattungspraxis der Krankenkassen für die Pseudomedizin Homöopathie ist.

Dr. Lübbers konstatiert, dass sich trotz intensiver Diskussion des Themas und recht großer Medienpräsenz im ablaufenden Jahr, nicht zuletzt dank seiner Anstöße auf Twitter, sich gleichwohl nichts bewegt hat. Was umso befremdlicher sei, als dass die Wissenschaftscommunities weltweit, zuletzt der EASAC, das höchste Wissenschaftsgremium der EU, die Homöopathie geschlossen als unwirksame Scheintherapie brandmarken.

Auf dem Portal Krebs-Rat-Hilfe ist ein Artikel zu "Homöopathie in der Onkologie", verfasst von Dr. med. Natalie Grams, Dr. Ing. Norbert Aust und Dr. med. Wolfgang Vahle vom INH, erschienen.
Sogenannte "alternative Krebstherapien", unter denen die Homöopathie eine der verbreitetsten ist, gehören zu den gefährlichsten und unethischsten "Angeboten" der pseudomedizinischen Szene. Der Artikel bei Krebs-Rat-Hilfe befasst sich wissenschaftlich fundiert mit diesem wichtigen Thema, ist aber für jedermann gut lesbar. Wir empfehlen ihn sehr Ihrer Aufmerksamkeit.

 

 

Bildnachweis: Fotolia_54048950_XS

Immer wieder werden wir nach Informationsmaterial zu unseren Themen gefragt. Wir freuen uns deshalb, hier den neuen Infoflyer des Informationsnetzwerks Homöopathie zum Download bereitstellen zu können. Der Flyer ist für Arztpraxen gedacht, die darüber informieren möchten, warum bei ihnen keine Homöopathie angeboten wird. Adressat des Inhalts ist aber letztlich jedermann als Patientin oder Patient, deshalb laden wir Sie herzlich ein, auf diesem Weg vom Infoangebot des Flyers Gebrauch zu machen.
Der Flyer steht im Downloadbereich unserer Familienseite "Susannchen braucht keine Globuli" zur Verfügung. Sie können die Downloadseite direkt über diesen Link erreichen. 

Sie sind Praxisinhaber oder haben sonst die Möglichkeit und das Interesse, Druckexemplare des Flyers zu verbreiten? Bei der Geschäftsstelle der GWUP können Sie über das dortige Kontaktformular unter https://www.gwup.org/kontakt Ihre Bestellung aufgeben. Der Bezug ist kostenlos, bei größeren Mengen ist eine Spende an die GWUP (der beim Verwendungszweck auch das Kennwort „INH“ hinzugefügt werden darf) gern willkommen – kleinere Mengen sind aber auch kein Hindernis dafür:

Sie haben die Möglichkeit, in einem Online- oder Printorgan den Flyer und seine Bezugsquellen bekannt zu machen? Sehr gern, wir freuen uns! Über eine kurze Information dazu unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wären wir dankbar.

Ihr
Informationsnetzwerk Homöopathie



Vor kurzem erreichte das INH eine Mail, die wir mit freundlichem Einverständnis des Einsenders hier wiedergeben dürfen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für ihre sehr aufschlussreiche Seite. Sie hat mich davor bewahrt, meinen kürzlich festgestellten Hirntumor versuchsweise mit Homöopathie zu behandeln. Beim Gespräch mit meiner bisherigen Homöopathin ist mir aufgefallen, dass von Homöopathen auch gerne noch das Argument der tollen indischen Homöopathen angeführt wird und wie beliebt die Homöopathie in Indien sei. Warum ist sie dort eigentlich so verbreitet? Weil die medizinische Versorgung dort wahrscheinlich generell sehr schlecht ist? Vielen Dank für ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen


Selbstverständlich haben wir dem Einsender auch geantwortet:

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