Kurzer Beitrag von Natalie Grams in der SWR Landesschau (ca. 7 Minuten)

 

"Wie Homöopathie wirkt – das würde auch Riker (Homöopath) gern wissen. Er habe da ein „ganz großes Bedürfnis nach Klärung“, sagt er. Aber er glaubt, dass es durch weitere Forschung möglich werde, das Wirkprinzip eines Tages nachzuweisen. Kritiker Melcharts Prognose diesbezüglich: „eher ernüchternd“. Wenn in Studien „keine spezifische Wirksamkeit“ gefunden werden konnte, „dann müsse man das auch mal zur Kenntnis nehmen“."

Den ganzen Artikel können Sie hier lesen

Ein Interview mit Dr. Natalie Grams gab es auch noch dazu (hier).

Bei Science/ApA (Österreich) geht um das aktuelle Thema: Fakten zu den Akten?

Sie haben für einganzes Dossier zum Thema auch Natalie Grams interviet. Hier einige Auszüge. Das ganze Dossier gibt es hier

Bei kaum einem Thema könnte der Spalt zwischen wissenschaftlichem Konsens und der öffentlichen Wahrnehmung größer sein als bei der Homöopathie. Sogar der Nachweis ihrer Nichtwirksamkeit könne die alte Heilpraxis "nicht so einfach aus der Medizin katapultieren", so die ehemalige Homöopathie-Ärztin Natalie Grams, die sich mittlerweile als Leiterin des Informationsnetzwerks Homöopathie und als Kommunikationsmanagerin der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften der wissenschaftlichen Aufklärung über Homöopathie verschrieben hat. Damit werde es natürlich umso schwerer, deren gesellschaftliche Verankerung anzugehen bzw. sogar aufzulösen: "Die Homöopathie ist sozusagen die erste Verschwörungstheorie mit gesellschaftlicher und politischer Adelung der vollen Akzeptanz."
Zwar sei ein Trend zu einer kritischen Darstellung wahrnehmbar, ärgerlich sei jedoch der ehrenhaft gemeinte Anspruch von Journalisten, im Namen einer ausgewogenen Berichterstattung auch immer einen Befürworter der Homöopathie zu Wort kommen zu lassen. Das ergebe ein "Pro-Contra-Handgemenge, das den Patienten ratlos zurücklässt". Bei tatsächlich falschen Behauptungen ("Homöopathie wirkt mehr als ein Placebo", "Homöopathie heilt feinstofflich"), so Grams, sollten die Patienten auch eindeutig informiert werden. Die sozialen Medien würden dazu führen, dass man nicht abschätzen kann, welchen Wert, welche Qualität, und damit welche Verlässlichkeit Informationen haben - alles wird gleich.
"Falsche Behauptungen sollten nicht stehen gelassen werden", so die Autorin, die sich hier auch ein "Aufstehen z.B. der Ärzte gegen Pseudomethoden in ihrer eigenen Profession" wünscht. Leider wüssten aber viele Ärzte selbst nicht um die dramatischen Falschbehauptungen verschiedener Methoden wie der Homöopathie. Langfristig sei hier nur durch bessere Bildung (der Bevölkerung, Schüler, Studenten) und Ausbildung (der Ärzte, Apotheker, anderer Wissenschafter) etwas zu erreichen. Grams: "Es muss klarer zwischen Fakten und Meinung unterschieden werden - und man sollte lernen, das eine vom anderen zu unterschieden. Auch und gerade im Internet und in den sozialen Medien."

In der Zeitung "Junge Welt" schreibt unser Unterstützer Christoph Lammers über die Gefahren der Globulisierung.

"Immer mehr Menschen misstrauen der konventionellen Medizin und setzen auf alternative Heilmethoden, deren Wirksamkeit nicht erwiesen ist. Der Grund für die Ausbreitung der Glaubensmedizin liegt nicht zuletzt im neoliberalen Gesundheitssystem."

Unser Unterstützer und HNO-Arzt Dr. Lübbers löste mit einem kleinen Tweet einen viralen Sturm (an Beifall und Entrüstung) aus - er hatte bei einer 4-jährigen Patientin mit Mittelohrentzündung 10 Globuli aus dem Ohr entfernen müssen und das auf Twitter mit den Worten "Homöopathie wirkt - Dummheit potenziert sich" kommentiert. Hier finden Sie die ganze Geschichte.

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