Die Diskussion über Homöopathie und Heilpraktiker hat in den letzten Wochen in den Medien große Aufmerksamkeit erhalten. Viele namhafte Persönlichkeiten des Gesundheitswesens haben sich dahingehend geäußert, dass beides auf den Prüfstand gehört. Das Informationsnetzwerk Homöopathie (INH) hat schon vor zwei Monaten den Bundesminister für Gesundheit, Herrn Hermann Gröhe, aufgefordert, die unseres Erachtens unsinnige Behauptung der Homöopathen, ihr Konzept sei unstrittig wissenschaftlich bewiesen, einer neutralen Begutachtung zu unterziehen. Leider hat der Minister bis heute darauf nicht reagiert.

Der Tod von drei Krebspatienten in Brüggen im Gefolge einer sogenannten alternativmedizinischen Behandlung durch einen Heilpraktiker hat noch einmal besonders deutlich gemacht, wie wichtig es ist, Medizin auf gut untersuchte Behandlungsverfahren zu stützen und selbsternannte Heiler in ihre Schranken zu verweisen. Nun ging es in diesem Fall nicht um Homöopathie, der Zusammenhang zwischen Heilpraktikern und Homöopathie ist aber trotzdem eng.

Die Homöopathie ist in Deutschland gesetzlich geschützt und verleiht damit einerseits dem Heilpraktiker ein seriöses Image, aber die Heilpraktiker sind es auch, die in hohem Umfang die Homöopathie in der Bevölkerung weiter verbreiten. Zahlreiche obskure Verfahren wie die "Germanische Neue Medizin" verwenden die gleichen Argumentationen, die über Homöopathie und Heilpraktiker hoffähig geworden sind: Es wird immer wieder ein heilloses Misstrauen gegenüber den Institutionen des Gesundheitswesens geschürt. Impfskepsis und Offenheit für Scharlatanerie jeder Couleur finden sich oftmals mit Homöopathie und Heilpraktikerwesen in einem Boot.

Deshalb erneuern wir heute unsere Forderung an Herrn Gröhe, die Homöopathie nach wissenschaftlichen Kriterien beurteilen zu lassen und dann selbst zu bewerten, was von dem sogenannten Forschungsbericht der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie (WissHom) zu halten ist. Es ist höchste Zeit, dass die Politik sich den Vertretern unseriöser Heilsversprechen offensiv entgegenstellt.

Hier geht es zum offenen Brief.

Natalie Grams vom INH nimmt Stellung zur aktuellen Debatte um die Rechte und Pflichten von Heilpraktikern in der Deutschen Apotheker Zeitung

Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie will einmal mehr den therapeutischen Nutzen von hoch potenzierten Arzneimitteln belegen. Ihr Versuch misslingt: Kritiker finden im Dokument etliche Schwachstellen.

Weiter unter http://news.doccheck.com/de/138171/homoeopathie-das-globuli-geballer-geht-weiter/

Ausgehend von unserer Kritik am "neuen" WissHom Reader zur Lage der Studien zur Homöopathie, hatte der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) uns geantwortet. Wir freuen uns über das Interesse des DZVhÄ an unserer Arbeit und möchten auf diesem Wege Folgendes klarstellen:

Wissenschaftliche Unredlichkeit hat viele Erscheinungsformen. Man darf dem Informationsnetzwerk Homöopathie durchaus zutrauen, dass es diese Formulierung mit Bedacht gewählt hat. Denn im Falle der Homöopathie ist entscheidend, dass der Öffentlichkeit immer wieder suggeriert wird, es gäbe jetzt endlich handfeste Belege für den Nutzen der Homöopathie. Hier geht es weiter: http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/standpunkte/136-reaktion-auf-die-replik-des-dzvhae

Im Morgenmagazin "Volle Kanne" wurde heute ein kurzer Beitrag über Natalie Grams und das INH gesendet. Der Medizinjournalist und Arzt Dr. Specht beantwortet im Anschluss Fragen zur Homöopathie - auf angenehm charmant-kritische Art und Weise. (-> Video ca. 10 min)

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