Mädchen

Meine beiden Kinder waren sehr häufig krank, ich war schon total verzweifelt und wir gingen als Eltern "auf dem Zahnfleisch". Immer wieder Mittelohrentzündungen, hohes Fieber, schlaflose Nächte. Aus Verzweiflung, und weil wir nicht immer wieder Antibiotika geben wollten, ging ich schließlich zum Homöopathen mit ihnen. Er machte bei beiden eine lange Anamnese und befragte auch mich zu Besonderheiten in der Schwangerschaft, rund um die Geburt und zu meiner Geschichte. Er war freundlich, zugewandt und so interessiert, wie ich es noch bei keinem Arzt erlebt hatte. Zwischendurch fiel irgendwann einmal der Satz "10-12 Infekte pro Jahr sind bei Kleinkindern normal". Er verschrieb beiden Kindern zwei unterschiedliche "Konstitutionsmittel", ermutigte mich, dass ich mich jederzeit melden dürfe, wenn die Kinder wieder krank seien, auch gerne am Wochenende. Er gab mir genaue Anweisungen mit, wie und wann ich den Kindern die Globuli geben sollte. Ich sollte dazu auch bei Infekten drei Globuli in einem halben Glas Wasser auflösen und jedes mal bevor ich den Kindern davon einen (Plastik!)Löffel voll gab, gut umrühren, um die Lösung erneut zu "dynamisieren", es solle dann noch besser wirken. Zusätzlich sollte ich Fiebersaft geben, denn Ohrenschmerzen seien ziemlich scheußlich und er wolle nicht, dass meine Kinder Schmerzen hätten, denn das würde ihre Lebenskraft auch beeinträchtigen. Wir würden ja mit der Homöopathie gleichzeitig die "Ursache" behandeln, da sei das ok.
Was soll ich sagen, danach ging es uns einfach besser. Die Kinder waren weniger krank, ich war entspannter und der Frühling brachte dann vollends ein Ende der Situation.

Die Frage

Was genau hat zu der Verbesserung geführt? Waren es wirklich die Globuli? 

Die mögliche Antwort

Ich war vorher noch nie in homöopathischer Behandlung gewesen und hatte mich dort total wohl gefühlt. Für mich war es eigentlich egal, woran es lag, dass es uns besser ging. Die empathische Art, die der Homöopath ausstrahlte, die Möglichkeit, sich jederzeit an ihn wenden zu können, halfen mir, mit meiner Verzweiflung besser zurecht zu kommen. Ich hatte auch nicht mehr so Angst, dass ich irgend etwas falsch machte, denn er hatte ja gesagt, dass 10-12 Infekte normal seien. Ich fühlte mich irgendwie kompetenter, weil ich den Kindern etwas geben konnte - homöopathisch und medizinisch, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Aber eins macht mich schon nervös: ich war mir zu Hause nicht mehr sicher, welche Globuli er mir für welches Kind (in so einem kleinen weißen Päckchen) mitgegeben hatte. "Geholfen" hat es trotzdem.

Fazit

Ein typischer Fall dafür, wie sehr die homöopathische Behandlung Müttern/Eltern und Patienten hilft, mit "Normalem", aber sehr Belastendem klarzukommen. Das sehen wir auch weiterhin als positiv an, finden jedoch, dass wir mehr davon in der Medizin bräuchten. 

 

Foto: Pixabay 511880 Gilmanshin

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